„Keil-Schrift“ – Texterstellung

„Gewöhnlich glaubt der Mensch, 
wenn er nur Worte hört,
es müsse sich dabei doch auch 
was denken lassen“(Goethe, Faust I)

Sprache ist nicht neutral. Sie ist mindestens Werkzeug, oft genug sogar Waffe. Sprache soll treffen oder betroffen machen, verbinden oder abgrenzen, informieren oder irritieren, beeindrucken oder beruhigen. Langweilen soll Sprache nie. Sprache transportiert auf den ersten Blick mehr oder minder klar formulierte Informationen. Aber nicht nur.

Beim gesprochenen Vortrag beeinflussen Betonung, Auftreten, Gestik und Mimik die Zuhörer entscheidend. Dem Autor des geschriebenen Wortes stehen diese wichtigen Instrumente des Redners nicht zur Verfügung. Trotzdem - oder gerade deshalb - sucht und findet doch jeder Leser Informationen zwischen den Zeilen.

Sprachstil, Wortwahl, Textaufbau, Satzbau, Satzlänge und einiges mehr nimmt der Leser bewusst oder unbewusst wahr und ordnet sie ein. Die Aussagen zwischen den Zeilen können entlarven, belasten oder beruhigen. Sie können für den Verfasser einnehmen oder im Kopf des Lesers ein Bild vom Autor entstehen lassen. Jeder Leser hat seine Vorerfahrungen und prägenden Lebensumstände. Kaum ein Schreibender kennt diese Vorerfahrungen und Lebensumstände all derer, die seine Texte lesen. Ändern kann er sie erst recht nicht. Umso wichtiger ist es, sich bewusst zu sein, dass es sie gibt und dass sie Wirkung darauf haben, wie ein Text aufgenommen wird. Deshalb muss der Verfasser seine Worte mit Bedacht wählen.

Setzen Sie Ihre Sprache bewusster ein! Verwenden Sie sie als Werkzeug oder auch als Waffe! Probieren Sie sich aus! Finden Sie Spaß daran! Ich helfe Ihnen gerne, Ihren Texten den nötigen Schliff zu geben oder Ihre Gedanken und Ideen in einen passenden Text zu gießen. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!